Montag, 22. Juli 2013

Urlaub - Idee und Theorie

Mit dem Rad von Hamburg nach Dänemark und zurück. Klingt aufwendig, vielleicht sogar anstrengend. Wird es sicher auch. Da brauchen wir uns nichts vormachen, supersportlich bin ich nun mal nicht und hin und wieder Laufen, Workout oder Skaten gibt mir jetzt auch nicht die Ausdauer, die ausreicht, um die rund 1000km mal eben abzufahren. Schon gar nicht bei sommerlichen 30 Grad und vollbepackt. Hinzu kommt natürlich noch, dass wir uns Abends nicht in ein gemütliches Hotel zurückziehen, wie es die meisten Radreisenden machen, sondern in einem mehr oder weniger gemütlichen Schlafsack kuscheln .. in einem winzigen 2-Mann-Zelt .. in der Natur .. voll mit Insekten. Unglaublich eigentlich, dass es meine Idee war und nicht seine. Was hab ich mir da nur aufgebrummt. Nichtsdestotrotz bin ich mir sicher, dass wir das schaffen und großen Spass mit unserem Abenteuerurlaub haben werden. 

Auf die Idee bin ich gekommen, weil ich an diesem schönen, sonnigen Wochenende gern wieder an den Strand wollte. Ob Ostsee oder Nordsee ist dabei relativ egal, da die Anfahrtszeiten sich nicht groß unterscheiden würden. Allerdings bei dem Gedanken, bei 30 Grad Stunden im Stau zu stehen, ließ ich dann auch wieder schnell ab vor Überlegung. Ich würde verbrennen, eh wir ankommen würden. Dann kam ich auf die Idee mal zu schauen, wielange die Strecke mit dem Rad dauert würde - unabhängig davon, dass wir keine Fahrräder besitzen. 5 Stunden. 5 Stunden? Klingt ja eigentlich nicht viel. Immerhin sind wir ja auch schon 4 Stunden mit Inliner durch die Seitenstraßen Billstedts gekurvt. Allerdings ... 5 Stunden hin und Abends dann wieder 5 Stunden zurück ... da würde ja nicht mehr viel tatsächlicher Aufenthalt am Strand bleiben. Dann fiel mir ein, dass es Radfernwege gibt. Ich hatte mal im RBB, bei meinen Eltern, gesehen, wie Michael Kessler mit Rad von Kopenhagen nach Berlin fuhr (-> Info dazu). Gegooglet, gefunden! Der Ochsenweg sollte es also sein!
Bildinhaber: Bärbel Meisner

Soweit so gut. Der Weg war gefunden, der Mann begeistert - es konnte losgeplant werden! Starten werden wir an diesem Mittwoch. Bis auf die nötige Ausrüstung, wie Fahrräder, Zelt, Schlafsäcke, Karte etc., fahren wir eigentlich relativ willkürlich los. Wir werden uns natürlich an die Strecke des Ochsenwegs halten, aber Dinge wie Campingort oder Essensaufnahme passiert alles spontan. Je nach gegebenen Umständen. Vermutlich wird das die größte Hürde die es für mich zu bewältigen gibt. Ich bin ein Mensch, der gerne plant - zumindest was solche Aktionen angeht. Ich möchte immer wissen wann und wo ich sein werde, damit ich mich darauf einstellen kann. Das ist nun aber nicht so ganz möglich. Es bleibt abzuwarten wie sich das kleine Abenteuer entwickelt. Ich bin zumindest gespannt und freu mich drauf.