Donnerstag, 25. Juli 2013

Urlaub - Tag 2

Österleckmeinsack, ist das Örtchen, indem wir uns heute niedergelassen haben. Benannt nach meinem Mann, da der eigentliche Ortsname, Osterrönfeld, einfach unmerkbar ist (ich musste eben selbst nochmal nachschauen). Und leider muss ich zugeben, dass wir erneut eine Regel gebrochen haben. Keine Hotels. Und wo sind wir? In einem Hotel. War nicht meine Idee. Und warum? Tjaa.. wir haben es nicht mehr zum nächsten Campingplatz geschafft. Ausserdem hat mein Herzblatt die letzte Nacht kaum geschlafen und ich gar nicht. Diese Geräusche in der Nacht.. einfach schrecklich. Es hatte geregnet, hörte auch gegen Mitternacht wieder auf. Da wir aber von Bäumen umzingelt waren, tropfte es noch bis zum frühen morgen von ihnen herab und es klang so, als würde jemand mit Flipflops ums Zelt laufen. Die. Ganze. Nacht. Es war also kein Schlaf in Sicht. Bequem hatte ich es, keine Frage, aber diese Geräuschkullisse..

Der Campingplatz an sich war zwar sehr klein (schätze ich - hab ja keine Vergleichsmöglichkeiten), dafür aber gefüllt mit unglaublichen netten und zuvorkommenden Menschen. Der Besitzer gab uns extra Stabilität und Regenschutz für unser Zeltchen. Ganz von selbst. Und mit unseren holländischen Nachbarn teilten wir uns einen Tisch und viele Gespräche.

Irgendwann gegen 9 Uhr morgens hab ich dann Tony geweckt und wir haben langsam, übermüdet, alles abgebaut. Dann ging es zu Famila, wieder mal, um dies und das zu besorgen. Hauptsächlich Getränke und einen neuen Fahrradkorb für das Rad vom Chocodemon. Seiner hatte leider gegen die Schwerkraft und dem Gewicht des Kampfrucksacks verloren.

Um 12Uhr ging's dann richtig weiter. Viel gibt's aber nicht zu berichten. Man fährt durchs eine Dorf, dann durchs andere. Dörfer die so klein waren, dass man das Ortsausgangsschild vom Ortseingangsschild aus bereits sehen konnte. Und ganz viele Kühe. Und noch viel mehr freundliche Menschen. Je kleiner der Ort desto freundlicher, scheint es mir. Da bleibt man hier und da auch für ein Schwätzchen stehen.

Auf dem Weg selbst, gab es keine Schwierigkeiten. Kein Verfahren, das Wetter war human und die Strecken sehr schön. Vorallem an Felder vorbei. Eine leere Straße, keine Autos oder Menschen, die Hitze wellt sich über dem Asphalt und zig Grillen zirpen.

Mittag machten wir in Nortorf (oder so) gegen 16.30 Uhr. Hier planten wir auch, wie weit wir es noch schaffen und wo wir übernachten. Das wir nicht mehr nach Schleswig konnen, war schnell klar, deswegen meinte mein Herzblatt, dass ein Hotel ne super Idee sei. Ich würde lügen, wenn ich jetzt sagen würde, dass ich dagegen war. Deswegen sollte er entschieden. Und da sind wir nun. In Osterdingenskirchen, in einem 3-Sterne Hotel. Einem unglaublichen schönen 3-Sterne Hotel für unglaublich viele Euros. 77 Stück. Und Gummibärchen auf den Kissen. Und warm Wasser. Und Assi-TV im Fernsehen. Also alldieDinge, auf die wir eigentlich verzichten wollten.

Körperlich geht's uns grenzwertig. Jeder hat so seine Wehwehchen. Bei ihm der Popo, bei mir eher Handgelenke. Dennoch sind wir heute, vom Gefühl her, besser gefahren als gestern. Ungefähr 65km in 6h Fahrzeit. Wären wir eher los gefahren, hätten wir es sicher auch weiter geschafft. Hätte hätte, Fahrradkette.

Achja, und mir fiel eben auf, als ich zum ersten mal seit Start heute, in den Spiegel geguckt habe, auf, dass ich vergessen habe das Sonnenspray zu benutzen. Jetz seh ich aus wie ein Marienkäfer. Nur ohne Punkte. Vielleicht sollte ich da morgen dran denken.
Dann wünsche ich euch noch einen angenahmen Abend. Unseren verbringen wir mit dem Zimmerservice und Frauentausch. Gute Nacht und bis morgen.