Sonntag, 1. September 2013

[Bücher] Durchgelesen #04 - Sturmhöhe von Emily Brontë

Sturmhöhe (Original Title: Wuthering Heights) ist der einzige Roman den Emily Brontë verfasst hat. Er gilt heute als ein Klassiker der britischen Literaturgeschichte, auch wenn der zu seiner Erstveröffentlichung im 19. Jahrhundert mit keinem Erfolg gekrönt wurde. 

Emily Brontë war Eine von vier Geschwistern - darunter auch die erfolgreicherer Schwester Charlotte Brontë (Jane Eyre, Emma) - aus Yorkshire. Emily schrieb Sturmhöhe 1847 unter dem männlichen Pseudonym Ellis Bell. Im Jahr darauf verstarb sie an einer Lungenentzündung - ausgehend vom Krankheitsverlauf, welcher durch die Briefe ihrer Schwester aufgezeichnet wurden. Bekannte bezeugten später, dass Emily durchaus Ähnlichkeiten zu Heathcliff - einem Protagonisten des Romans - zeigte. Besonders der schwierige Umgang und ihr Durchsetzungsvermögen. Aber auch, dass sie keine Freundschaften schloss und eher für sich lebte.

Klappentext: Auf einer Anhöhe inmitten der rauen Landschaft des englischen Yorkshire liegt das Anwesen Wuthering Heights, dem Wind schutzlos ausgesetzt, der hier strenger als anderswo weht. Sein Besitzer, der herzensgute Mr. Earnshaw, nimmt den Findling Heathcliff zu sich, in den Earnshaws Tochter Cathy sich bald schon heftig verliebt. Doch ihre Liebe endet im Unglück, und ein Gespinst aus Rache und Verrat liegt fortan über dem Landgut.


Sturmhöhe ist eins der Bücher, die man nicht mal eben liest. Das Buch erzählt die Geschichte zweier Familien über drei Generationen. Es ist ein Tragik-Roman der besonderen Art. Es spielt im Ende des 18. Jahrunderts - wo das Leben noch ein bisschen einfacher war und es deswegen auch nicht ganz so einfach war. Eine - nach heutiger Sicht - simple Krankheit konnte einem schon in jungen Jahren dahinraffen. 
Einfach gesagt, erzählt Sturmhöhe von den fatalen Auswirkungen einer misslungenen Liebschaft. Auslöser der Misere ist der junge unerzogene Heathcliff. Da aus verschiedenen Gründen die Liebe zwischen ihm und Cathy - der Tochter des Hauses - zum scheitern verurteilt war und Heathcliff nie darüber hinweg kommt, schmiedet er rachsüchtige Intrigen, um das Leben der Familie zu ruinieren. Sein verlorenes Liebesglück und das Unglück der Anderen, die damit in Verbindung stehen, macht dieses Buch so unglaublich traurig und gleichermaßen mitreißend. Es ist viel Familienchronik in den knapp 400 Seiten gepackt, weswegen es auch nie langweilig wurde. Und wer schon einmal unglücklich verliebt war, kann sich in Heathcliff sicher hineinversetzen (wenn auch nicht jede seiner Handlungen nachvollziehen können).

Mein Fazit lautet: Wundervolles Buch, das ich auf jemanden Fall bald nochmal lesen werde und auch nur empfehlen kann!